Tracks

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Der beste und einfachste Weg um das Gefühl der majestätischen Kimberley zu spüren ist zweifellos eine Fahrt auf der Gibb River Road. Sie windet sich über 640 km durch das zerklüftete Herz der spektakulären Kimberley Region und ermöglicht einen Zugang zu den prächtigsten Landschaften.

Aus Richtung Derby kommend zweigt die Kalumburu Road nach 413,5 km in Richtung Norden ab und windet sich hinauf in die Plateau-Region der Kimberley, von wo aus der Mitchell Plateau Track nach 160,9 km in westlicher Richtung zum Mitchell River Nationalpark führt.

Inhalt

Gibb River Road

Gelegentlich als “Beef Road“ bezeichnet, wurde sie ursprünglich zur Erleichterung der Viehtransporte aus entlegenen Gegenden tief in den Ranges der Zentral Kimberley erbaut. Vor zwanzig Jahren bestand sie aus einem schlichten Track von Derby nach Kununurra über die Gibb River Rinderstation. Obwohl sie mehr als 200 km kürzer als die Great Northern Highway Route ist, war es für Fahrzeuge äußerst hart, und es benötigte 2-3 Tage für eine Reise. Seit dieser Zeit wird die Strasse kontinuierlich verbreitert und ausgebessert. Obwohl immer noch unbefestigt und für Sperrungen während der Regenzeit anfällig, ist sie heute beinahe mit konventionellen Fahrzeugen zu bewältigen.

Entfernung
705 km von Derby nach Kununurra (über Kalumburu und Mitchell Plateau, hin und zurück zusätzlich 540 km).

Empfohlene Reisedauer
4 bis 5 Tage (nach Kalumburu und Mitchell Plateau 3 bis 4 Tage zusätzlich).

Reine Fahrzeit
11 Stunden (Kalumburu und Mitchell Plateau, hin und zurück zusätzlich 14 Stunden).

Empfohlene Reisezeit
April bis November (beste Zeit April und Mai); von Dezember bis April ist die Strecke wegen Überflutungen meistens unpassierbar.

Ab- und Rückmeldung
Eine Ab- und Rückmeldung ist nicht erforderlich.

Ausrüstung
Geländewagen (4WD) mit Grundausrüstung bei Wagen und Werkzeug (mindestens zwei Reservereifen). Unter guten Bedingungen ist die Gibb River Road abgesehen von der Strecke nach Kalumburu und Mitchell Plateau, auch mit PKW ohne Allrad-Antrieb zu befahren. Es können dann allerdings nicht alle Schluchten angefahren werden.

Pistenart und -zustand
Zum Teil eine recht holprige, wellige Erdpiste. Kurz nach der Regenzeit ist die Strecke an vielen Stellen stark ausgewaschen, auch gibt es viele Schlaglöcher. Erst wenn ein Planierfahrzeug (grader) die Strecke geebnet hat, ist sie für ca. eine Woche einfach zu bewältigen.

Entlegene Schluchten

Die Gibb River Road windet sich über 640 km durch das zerklüftete Herz der einzigartigen Kimberley Region und ermöglicht einen Zugang zu den prächtigsten Schluchten der Kimberley. Bereits kurz hinter Derby verläuft der Track über schier endlose Ebenen, die mit dem für die Kimberley so typischen Boab Baum gesäumt sind. Das wahre Abenteuer beginnt aber erst zwischen dem Lennard River und der Mount House Station. Hier verläuft die Gibb River Road durch die “Gorge Country“, wo einige der spektakulärsten Wasserstellen und Schluchten der Kimberley zu finden sind.

Bell Gorge
Einen Kilometer vom Parkplatz der Bell Gorge befindet sich eine Sektion des Flusses gerade oberhalb der Wasserfälle, von wo aus sich eine spektakuläre Sicht eröffnet. Auf der anderen Seite des oberen Pools befindet sich ein lohnenswerter Weg am Rande der Klippen und durch Spinifex Gras zum unteren Pool. Der Pfad zu dem unten liegenden Wasser ist stellenweise sehr steil und felsig. Bell Gorge ist unbestritten die faszinierendste Schlucht der Kimberley. Sie ist der Beginn einer Serie von Wasserfällen, die durch die Isdell Range bis zum Walcott Inlet hinabsteigen.

Lennard Gorge
Vom Parkplatz aus führen mehrere sehr schwach ausgetretene Pfade hinunter in die Schlucht. Einer startet etwas Flussabwärts und führt in das Zentrum der Schlucht von wo aus das Wasser zu erreichen ist. Ein zweiter Weg entlang der Klippen und hinunter durch Spinifex Gras führt zum Ende der Schlucht und dem Wasser. Die Lennard Gorge ist eine sehr enge und tiefe Schlucht. Nach einer guten Regensaison stürzen sich Wasserkaskaden atemberaubend in die Tiefe.

Adcock Gorge
Der Weg ist bis zum Parkplatz ohne Probleme mit konventionellen Fahrzeugen zu befahren. Ein 300 Meter langer Pfad führt an den ersten mit Seerosen bewachsenen Teich. Dort liegt unter Palmen ein gemütlicher Rastplatz. Nur wenige Meter sind es zum zweiten Pool und dem pittoresken Wasserfall.

Die Adcock Gorge erhielt ihren Namen im Jahre 1898 durch Frank Hann, der sie nach den Brüdern Adcock aus Derby benannte. Die steilen Wände der Schlucht überschreiten an einigen Stellen die 30 Meter Marke und eine kleine Wasserfallkaskade fließt über eine Felsbank in einen kleinen Pool zur Seite. Es wird angenommen, dass dies früher ein Friedhof der Aborigines war. Diese Felsschlucht ist ein entzückender Platz zur Rast, zum Entdecken und zum Abkühlen in den heißen Tagesstunden.

Dimond Gorge
Die Dimond Gorge befindet sich 24 km abseits der Old Mornington Station. Zwei wunderschöne Schluchten, die Sir John Gorge und die Dimond Gorge liegen auf dem Anwesen dieser Station, einer traditionellen Rinderfarm mit 404.686 Hektar (1.000.000 Acre) Land. Heute wird die Station durch das “Australian Wildlife Consevancy Consortium“ geführt.

Etwa 40 Kilometer des Fitzroy Rivers stehen dem Angler bei seinen Bemühungen, den schwer fassbaren Barramundi an die Leine zu bekommen, zur Verfügung. Des Weiteren ist dieses einzigartige Gebiet ein herrlicher Platz um Vögel zu beobachten, zum Schwimmen, Fotografieren, eine Fahrt mit dem Kanu durch die Schlucht oder dem Bushwalking. Das Old Mornington Bush Camp bietet die Möglichkeit zum Campen am Anna Creek.

Sir John Gorge
Die Sir John Gorge ist eine riesige Schlucht, gefüllt mit dem Wasser des Fitzroy River. Während des Sonnenuntergangs reflektieren sich die spektakulären roten Klippen im stillen Wasser zu einem bezaubernden Bild der Illusion. Die Jagd nach dem legendären Barramundi, Kanu fahren, Fotografieren, Vögel beobachten oder Schwimmen gehören zu den Hauptaktivitäten. Der abenteuerlustige All-Rad Reisende, der die Zeit dazu hat, die Eigenschaften dieser entlegenen und wundervollen Schlucht zu entdecken und zu erforschen, wird diesen Ausflug in die Wildnis nicht bereuen.

Galvans Gorge
Ein 200 Meter langer Wanderweg führt den Besucher in die hufeisenförmige Schlucht zu einem Pool mit kristallklarem Wasser, in den sich aus 20 Metern Höhe ein Wasserfall ergießt. Am rechten Ufer sind an der Felswand mehrere Zeichnungen der Ureinwohner zu sehen. Der Platz am Eingang der Schlucht ist weniger zum Campen geeignet. Die Galvans Gorge ist ein hervorragender Ort um den Staub der Gibb River Road von sich zu waschen. Wegen ihrer Nähe zur Gibb River Road ist sie ideal für eine kleine Pause geeignet.

Im Blickpunkt: Gibb River Road

Die Gibb River Road, angelegt für den Viehtransport von den entlegenen Farmen zum Hafen an der Küste, führt mitten durch die zerklüftete Kimberley, eine der am wenigsten erschlossenen Regionen Australiens.

Derby Kununurra
0 705,5 Derby, BP-Station
4,4 701,1 Abzweigung links nach Gibb River nehmen (368 km); geradeaus zum Great Northern Highway
39,1 666,4 geradeaus Gibb River Road (GRR); Abzweigung links zur Meda Station (6 km)
78,5 627,0 Kreuzung: geradeaus GRR; links zum Kimberley Downs Homestead; rechts zum Telegraph Bore
123,8 581,7 geradeaus GRR; Abzweigung rechts zur Windjana Gorge (20 km), Tunnel Creek (30 km) und Geikie Gorge (154 km)
124,2 581,3 Lennard River
133,0 572,5 Hinweisschild links: Napier Range; Silhouette des Kopfes von Königin Victoria
133,8 571,7 Napier Creek
133,9 571,6 geradeaus GRR; Abzweigung links zum Napier Downs Homestead (1 km)
144,9 560,6 Wombarella Creek
145,9 559,6 Hinweisschild links: King Leopold Range
155,8 549,7 Donkey Creek
159,7 545,8 Macs Creek (Brücke)
162,9 542,6 Yates Creek
167,5 538,0 Fletcher River
173,6 531,9 Bullfrog Hole (Brücke)
176,3 529,2 Boundary Creek
187,5 518,0 Inglis Gap
188,9 516,8 geradeaus GRR; Abzweigung links zur Mount Hart Station (50 km)
195,7 509,8 geradeaus GRR; Abzweigung rechts zur Lennard Gorge (8,2 km; 4WD)
197,9 507,6 Dog Chain Creek
203,7 501,8 Fern Creek
206,6 498,9 Same Creek
209,3 496,2 March Fly Glen Rastplatz
213,6 491,9 Aussichtspunkt
215,2 490,3 Bell Creek; kurz vorher führt ein Weg zu einer guten Campingstelle am Bell Creek
218,7 486,8 geradeaus GRR; Abzweigung links zum Silent Grove Homestead (20 km) und zur Bell Gorge (32,3 km)
226,9 478,6 geradeaus GRR; Abzweigung rechts zur Imintji Community
228,0 477,5 Saddlers Spring
232,2 473,3 Grave Creek
252,3 453,2 Weggabelung: links GRR; rechts zum Old Mornington Camp (100 km); Sir John und Dimond Gorge
256,3 449,2 geradeaus GRR; Abzweigung links zum Beverly Springs Homestead (40 km)
266,2 439,3 Billy Goat Springs
272,7 432,8 Hinweisschild links: Phillip Range; Geradeaus GRR; Abzweigung rechts zur Adcock Gorge (5 km)
278,0 427,5 Adcock River
291,6 413,9 geradeaus GRR; Abzweigung links zur Galvans Gorge (600 Meter)
304,2 401,3 Station Creek
305,3 400,2 geradeaus GRR; Abzweigung rechts zu einer Aborigine Siedlung
305,6 399,9 geradeaus GRR; Abzweigung links zur Mount Barnett Station (Roadhouse 400 Meter) und zur Manning Gorge (7,6 km)
306,6 398,9 Barnett River
333,9 371,6 geradeaus GRR; Abzweigung links zur Barnett River Gorge (5 km)
343,5 362,0 geradeaus GRR; Abzweigung links zur Mount Elizabeth Station (30 km); die Eigentümer dieser Rinderfarm bieten Übernachtungsmöglichkeiten, Duschen, Toiletten, Erfrischungen und Safaris mit erfahrenen Buschführern an
352,7 352,8 Snake Creek
359,7 345,8 Hann River
369,0 336,5 Mistake Creek
370,1 335,4 Bryce Creek
373,5 332,0 geradeaus GRR; Abzweigung links zur Gibb River Station (2 km); der Zutritt zu dieser Rinderfarm ist nur im Notfall gestattet, Besucher sind nicht erwünscht
397,2 308,3 North Creek; nach der Flussdurchquerung ist auf der rechten Seite ein guter Platz zum Campen
413,5 292,0 Weggabelung: rechts GRR nach Kununurra (333 km) und Wyndham (292 km); links zur Drysdale River Station (63 km), Mitchell Plateau (Mitchell Falls 241 km) und Kalumburu (270 km)
436,6 268,9 Russ Creek
456,5 249,0 geradeaus GRR; Abzweigung links zum Ellenbrae Creek (100 Meter); guter Platz zum Campen unter hohen Papierrindenbäumen und Pandanus-Palmen am Fluss
480,2 225,3 Campbell Creek
483,2 222,3 geradeaus GRR; Abzweigung links zum Ellenbrae Homestead (7 km)
503,9 201,6 Durack River; am Fluss entlang gibt es gute Campingmöglichkeiten
512,3 193,3 geradeaus GRR; Abzweigung rechts zum Karunjie Homestead (45 km); Übernachtungsmöglichkeiten und geführte Touren
522,1 183,4 Bamboo Creek
531,6 173,9 geradeaus GRR; Abzweigung links zum Durack River Homestead und Jack´s Waterhole (800 Meter)
584,3 121,2 Aussichtspunkt rechts
587,1 118,4 Aussichtspunkt rechts
588,5 117,0 geradeaus GRR; Abzweigung links zum Home Valley Homestead (1 km); Unterkünfte, Campingmöglichkeiten, Essen, Trinken und Safaris, sowie Flüge über die Bungle Bungle Range werden angeboten
597,3 108,2 Pentecoast River (Furt); Wegabzweigung nach Wyndham
621,3 84,2 geradeaus GRR; Abzweigung rechts zur El Questro Station (16 km)
630,8 74,7 geradeaus GRR; Abzweigung links zur Emma Gorge (2 km)
637,7 67,8 King River
654,4 51,1 T-Kreuzung: rechts auf den Great Northern Highway nach Kununurra (51 km) fahren; links nach Wyndham (48 km)
662,4 43,1 geradeaus auf dem Victoria Highway nach Kununurra fahren; Abzweigung rechts ist der Great Northern Highway nach Halls Creek
694,0 11,5 geradeaus nach Kununurra fahren; Abzweigung links zum Valentine Springs und Black Rock Pool
701,4 4,1 Ord River
705,5 0 Kununurra, Ortsschild

Kalumburu Road

Der Track nordwärts verlässt die Gibb River Road im Herzen der Kimberley und wie er sich hinauf in die Plateau-Region windet, verändert sich allmählich die Landschaft. Flache Grassebenen weichen dem schrofferen Terrain.

Auftauchende Palmen zeugen für eine höhere Lage und ein kühleres, feuchteres Klima herrscht vor. All-Rad Fahrzeuge sind zu empfehlen, da die Regenzeit die Strasse von Anfang Januar bis Mitte Mai unpassierbar macht.

Ein Besuch zu einem beliebigen Teil der Kimberley ist ein Abenteuer, aber diejenigen die nach einer Erfahrung abseits des gewöhnlichen Tracks suchen, tendieren nach Norden, in Richtung der prächtigen Wasserfälle und Schluchten des Mitchell Plateaus und der Aborigine Gemeinschaft von Kalumburu am Rande des Timor Meeres. Hier werden die Rinderstationen größer, die Landschaft wird zunehmend schroffer und die Isolation beinahe spürbar und erdrückend.

Entfernung
Von der Abzweigung an der Gibb River Road nach Kalumburu und zum Mitchell Plateau (hin und zurück) 540 km.

Empfohlene Reisedauer
Von der Abzweigung an der Gibb River Road nach Kalumburu und Mitchell Plateau 3 bis 4 Tage.

Reine Fahrzeit
Von der Abzweigung an der Gibb River Road nach Kalumburu und Mitchell Plateau (hin und zurück) 14 Stunden.

Empfohlene Reisezeit
April bis November (beste Zeit April und Mai); von Dezember bis April ist die Strecke wegen Überflutungen meistens unpassierbar.

Ab- und Rückmeldung
Eine Ab- und Rückmeldung ist nicht erforderlich.

Ausrüstung
Geländewagen (4WD) mit Grundausrüstung bei Wagen und Werkzeug (mindestens zwei Reservereifen).

Pistenart und -zustand
Zum Teil eine recht holprige, wellige Erdpiste. Kurz nach der Regenzeit ist die Strecke an vielen Stellen stark ausgewaschen, auch gibt es viele Schlaglöcher. Erst wenn ein Planierfahrzeug (Grader) die Strecke geebnet hat, ist sie für ca. eine Woche einfach zu bewältigen.

Im Blickpunkt: Kalumburu Road

Nach 413,5 km zweigt die Kalumburu Road von der Gibb River Road in Richtung Norden ab. Sie führt, wie der Name schon sagt, zur alten Missionssiedlung Kalumburu und zum Mitchell Plateau.

Gibb River Road Kalumburu
0 269,6 Abzweigung Gibb River Road, Kalumburu Road
3,1 266,5 Gibb River; direkt nach dem Fluss ist rechts eine gute Möglichkeit zum Picknick und Camping
16,0 253,6 Plain Creek
58,9 210,7 geradeaus fahren; Abzweigung links zum Drysdale River Homestead (1,3 km); Das Farmgelände der Drysdale River Station umfasst etwa 2.800 Quadratkilometer, auf denen rund 5.000 Rinder weiden. Wie viele andere Farmer haben sich auch die Besitzer dieses Homesteads auf den zunehmenden Tourismus eingestellt und bieten neben Kraftstoff auch Übernachtungsmöglichkeiten, einen Laden, eine kleine Werkstatt sowie Rundflüge an.
61,2 208,4 geradeaus fahren; Abzweigung rechts zum Miners Pool (3,5 km); schöne, kostenlose Campingmöglichkeit am Fluss
61,6 208,0 Drysdale River, steinige Durchfahrt, die aber problemlos ist
94,0 175,6 Gatter; etwa 3 km nach dem Viehgatter trifft man auf die ersten Livistonia-Palmen rechts und links der Strecke
99,0 170,6 geradeaus fahren; Abzweigung rechts zur King Edward River Station (3 km)
108,0 161,6 Gatter
126,9 142,7 Rocky Creek
160,9 108,7 geradeaus fahren; Abzweigung links zum Mitchell Plateau (Mitchell Plateau Track)
196,9 72,7 geradeaus fahren; Abzweigung links zum Theda Homestead (600 Meter)
249,0 20,6 Carson River
249,5 20,1 Weggabelung: links fahren; rechts zum Carson River Homestead (15 km)
269,6 0 Kalumburu

Mitchell Plateau Track

Es war nicht vor 1921 als die ersten Europäer dieses Gebiet erforschten. William Easton führte die im Auftrag der Regierung stattfindende Expedition in die nördliche Kimberley. Er benannte den Mitchell River nach dem damaligen Premierminister von Westaustralien, Sir James Mitchell.

34 Jahre später vermaß John Morgan eine Strecke von Gibb River Station nach Kalumburu. Er schuf damit die Voraussetzungen für eine Strasse zum Plateau. 1965 entdeckte die Mienengesellschaft AMAX riesige Bauxitvorkommen auf dem Plateau und beanspruchte seither das Gebiet für sich. Doch nach und nach wollen die Aborigines, die während des Zweiten Weltkrieges aus dem Gebiet vertrieben wurden, wieder zurückkehren. Sie melden ihre Rechte an und leisten der Ausbeutung durch Mienengesellschaften passiven Widerstand.

Livistona Palme
Entlang des Mitchell Plateau Tracks hat die Livistona eastonii Palme die Herrschaft übernommen. Auf und um die bauxitreichen Ablagerungen aus Laterit erheben sich unzählige Palmen und verschmelzen in dichte Wälder. Die Livistona eastonii Palme kann eine Höhe von 8 Metern erreichen. Sie besitzt eine Krone aus großen Farnwedeln, obenauf eines überschüssigen, goldbraunen Blattwerks. Ihr schlanker Stamm ist von unten herauf mit dreieckigen Markierungen gekennzeichnet, welche im Laufe der Jahre durch das Abwerfen des Blattwerks entstanden sind. Schätzungen haben ergeben, dass die größten Palmen bis zu 280 Jahre alt sind. Gleichzeitig übertürmen diese unwirklichen Giganten in gefährlicher Weise die jüngeren Palmen.

Andere Arten der Livistona sind in wesentlich kleineren Gruppen über die Kimberley und das Northern Territory verteilt.

Im Blickpunkt: Mitchell Plateau Track

Nach 160,9 km zweigt der Mitchell Plateau Track von der Kalumburu Road in Richtung Westen ab. Er führt, wie der Name schon sagt, zum Mitchell Plateau und dem Mitchell River Nationalpark.

Kalumburu Road Mitchell Plateau
0 116,2 Abzweigung Kalumburu Road, Mitchell Plateau Track
6,5 109,7 King Edward River Überquerung; Wandjina Kunst der Ureinwohner am King Edward River; vor und nach der Überquerung des Flusses führen rechts mehrere Abzweigungen zu verschiedenen Campingstellen. Grundsätzlich gibt es wenig Schatten und kaum Feuerholz.
21,7 94,5 steiler Streckenabschnitt; dicht stehende Livistonia-Palmen begleiten den Reisenden bis hinunter in das Tal und wieder hinauf auf das Plateau. Oben angekommen bietet sich ein schöner Ausblick.
67,5 48,7 Weggabelung: rechts fahren zu den Mitchell Falls und Port Warrender; links zum Camp Creek
72,8 43,4 T-Kreuzung: rechts zu den Mitchell Falls und zur Landebahn (1 km) fahren; links ist die Northern Road
72,9 43,3 Weggabelung: links fahren; rechts zur Landebahn
73,6 42,6 Weggabelung: links fahren (bis zur Campingstelle an den Mitchell Falls noch 15 km); rechts nach Port Warrender
94,0 22,2 geradeaus nach Port Warrender fahren; Abzw. links zum Surveyors Pool (6,5 km)
97,0 19,2 Weggabelung: rechts nach Port Warrender und zum Crystal Creek fahren; links zum Helikopter-Landeplatz (200 Meter)
103,5 12,7 T-Kreuzung: links zum Crystal Creek fahren; rechts nach Port Warrender
114,7 1,5 Weggabelung: rechts fahren zu den Campingstellen und zum Mangrovengürtel; links ebenfalls zu weiteren Campmöglichkeiten (300 Meter)
115,9 0,3 Weggabelung: geradeaus fahren zum Mangrovengürtel; links zum Camp (300 m)
116,2 0 Ende des Tracks am Mangrovengürtel

Cape Leveque Road

Eine Fahrt auf der Cape Leveque Road von Broome bis zum Cape Leveque bedeutet 213 km unbefestigte, sandige und wellige Strasse. Der Weg führt zunächst über die Beagle Bay-Broome Road bis zur Beagle Bay und anschließend über die Cape Leveque Road hinauf zum Cape Leveque. Die Strecke ist nicht für Wohnwagen geeignet und Zugang sollte nur mit einem All-Rad-Fahrzeug erfolgen. Während der Regenzeit von November bis April können die Strassen unpassierbar und geschlossen sein.

Im Blickpunkt: Cape Leveque Road

Broome Cape Leveque
0 213 Broome, Broome Road
10,2 202,8 geradeaus Broome Road; Abzweigung links auf die Beagle Bay-Broome Road
91,2 121,8 Waterbank
120 93 geradeaus weiter auf Cape Leveque Road
123 90 geradeaus weiter auf Cape Leveque Road; Abzweigung links zur Beagle Bay Community (4,8 km)
193 20 Lombadina Aboriginal Community
213 0 Cape Leveque Road, One Arm Point

Dampier Halbinsel

Ein Besuch der Dampier Halbinsel bedeutet gleichzeitig das Betreten von Aborigine Land. Einige Gemeinschaften und Außenstationen in diesem Gebiete haben sich für den Tourismus geöffnet. Besucher besitzen nun die Möglichkeit, die Umgebung und den Lebensstiel zu erkunden und zu genießen.

Die Dampier Peninsula ist das Heimatland der Jawi, Bardi, Nyulnyul, Jabirrjabirr, Nimanburru und Ngumbarl Aborigine-Sprachgruppen. Über tausende von Jahren haben Traditionen das Gesetz, Vermählungen, das Wissen und die Medizin bestimmt. Ausschließlich Handel verband die Halbinselbewohner mit verschiedenen Innlandsgruppen, so dass der äußere Einfluss bis zur Ankunft der ersten Europäer minimal war.

Im Jahre 1860 verlagerte sich die Perlenindustrie von der Pilbara in Richtung Norden und nahm Einzug in das Küstengebiet um Broome und dem King Sound. Die Realität dieser frühen Tage steht im starken Kontrast zum romantischen Bild der Perlen. Die Aborigines wurden zur Arbeit als Taucher in rauen und gefährlichen Gewässern gezwungen. Durch die Einführung von Krankheiten verstärkte sich das Elend, zudem wurden Frauen eingesperrt und versklavt.

Die Perlenindustrie brachte Europäer, Chinesen, Malaien, Philippinen und Japaner als Geschäftsgründer oder Taucher in die Kimberley. Die heutige multikulturelle Bevölkerung in Broome und auf der Dampier Peninsular besitzt seinen Ursprung in der Perlenindustrie des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts.

Vorsicht: Salzwasserkrokodile kommen in den weiten Flussmündungen und Sumpfgebieten der Dampier Halbinsel vor. Diese Krokodile sind potentiell gefährlich und Vorsicht sollte zu jeder Zeit geboten sein. Beachten Sie alle Warnhinweise.

Ankunft der Missionare
Die Missionare brachten eine andauernde Veränderung auf die Dampier Halbinsel. Die ersten Ankömmlinge waren französische Trappisten um 1890, gefolgt von deutschen Pallottinern Anfang 1900 und den St John of God Sisters aus Irland kurz darauf.

Beagle Bay und Lombadina waren ursprünglich Missionarssiedlungen. Lediglich verlassene Gebäude erinnern heute an die damalige Zeit, die Härte und Entschlossenheit. Die Sunday Island besitzt eine andere Geschichte. Sie wurde als Church of England-Mission errichtet und später auf das Festland verlagert. Dort gründete sich schließlich die One Arm Point Gemeinschaft. Ruinen von Gebäuden, Fahrzeugen und alten Ausrüstungsgegenständen sind auf der Sunday Island zurückgeblieben und erinnern an die alten Tage.

Die Besiedlung der Halbinsel zeigte den anhaltenden Einfluss der Regierungspolitik und die Rolle der Kirche. Heute agieren die Gemeinschaften selbst verwaltet, jede mit ihren eigenen Zukunftszielen.Die jüngsten Entwicklungen der Außenstationen in diesem Gebiet fördern den Ausdruck von Gemeinschaftsbemühungen und einer Rückkehr der Ureinwohner in ihr traditionelles Land.

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