Fraser Island

Das bedeutendste Merkmal von Fraser Island ist zweifelsohne die Tatsache, dass diese Insel komplett aus Sand besteht. Es gibt keinen festen Untergrund, kein Lehm und lediglich zwei oder drei kleinere, einzeln stehende Felsen ragen hervor. Fraser Island ist eine riesige, 120 km lange und 15 km breite, teilweise mit Blattwerk bedeckte Sanddüne.

Australien Fraser Island, Queensland

© Tourism Australia

Fraser Island, Queensland

Fraser Island ist einzigartig und kommt so nirgendwo anders auf der Welt vor. Die Nordhälfte der Insel ist als der Great Sandy Nationalpark geschützt, Fraser Island wurde überdies 1993 von der UNESCO in die Liste des geschützten Welterbes aufgenommen. Das war notwendig, weil es Bestrebungen gab, den kommerziellen Sandabbau noch auszuweiten.

Fraser Island ist ein wahres Vergnügen für Angelfreunde, Wanderer, All-Rad Begeisterte und Naturfreunde. Die Sanddünen sind bis zu 200 Meter hoch, vielen sieht man ihren sandigen Kern nicht mehr an, denn sie sind mit dichtem Wald überzogen. Einige der Sanddünen sind von atemberaubender Schönheit, während weite Teile der Insel mit einer unglaublichen Vielzahl an verschiedenen Pflanzen und Bäumen, einige von ihnen findet man nur auf Fraser Island, dicht bewachsen ist.

Zudem gibt es ca. 200 Seen auf dieser Insel, einige von ihnen eignen sich hervorragend zum Schwimmen. Und dies sollte man auch tun, da im Meer das Baden durch gefährliche Unterwasserströmungen und Haifische ein absolutes Risiko ist. Wild lebende Tiere gibt es auf Fraser Island in Hülle und Fülle, davon etwa 40 verschiedene Säugetierarten und mehr Insekten und Reptilien, von denen man besser nicht wissen möchte das es sie in dieser Vielzahl gibt.

Auf Fraser Island kann man Zelten oder in Unterkünften verweilen. Die Insel ist schwach besiedelt und obwohl sich jährlich über 20.000 Fahrzeuge auf der Insel tummeln, bleibt sie wild. Ein Netz an sandigen All-Rad Pisten durchkreuzt die Insel und weite Teile des Strandes können befahren werden. Vorsicht ist speziell auf diesen Strandabschnitten geboten, da die Piste auch als Landebahn für kleinere Flugzeuge benutzt wird und Autos ohne Spurvorgaben beliebig fahren. Trifft man auf ein entgegenkommendes Fahrzeug, so sollte man üblicherweise seine Ausweichrichtung mit Hilfe des Blinkers anzeigen. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass Fraser Island ausschließlich für All-Rad Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit zugelassen ist, da es keine befestigten Straßen gibt.

Geschichte von Fraser Island

Die Insel erhielt ihren Namen durch Kapitän Fraser eines weiter nördlich gestrandeten Schiffs im Jahre 1836. Einige Schiffsmitglieder machten sich daraufhin auf den Weg in südlicher Richtung um Hilfe zu holen und trafen dabei auf Aborigines von Fraser Island. Während ihrer zweimonatigen Wartezeit auf Hilfe verstarben einige der Crewmitglieder, andere, wie auch Fraser, überlebten durch die Hilfe der Ureinwohner.

Die Butchulla Aborigines nenne die Insel K’gari, was übersetzt Paradies bedeutet. Der Name stammt von einem Geist, der dem großen Schöpferwesen Beeral bei der Erschaffung der Erde und anderen Welten geholfen hat. K’gari gefiel diese Erde so sehr, dass sie Beeral darum bat, für immer hier bleiben zu dürfen. Daraufhin verwandelte er sie in eine wunderschöne Insel, mit Bäumen und Tieren als Weggefährten und klaren Seen als Augen, durch welche sie hinauf in den Himmel schauen kann, ihrer früheren Heimat.

In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts mussten viele Ureinwohner ihre K’gari verlassen. Holzfäller nahmen auf der Suche nach dem begehrten Satinay-Holz die Insel in Beschlag. Satinay ist eine Regenbaumart die nur auf Fraser Island vorkommt und deren Holz sehr widerstandsfähig gegenüber Salzwasser und der damit verbundene Verrottung ist. Satinay wurde zum Beispiel beim Ausbau des Suez Kanals zur Befestigung verwendet. Erst im Jahre 1991 verließen schließlich die letzten Holzfäller Fraser Island.

Um das Jahr 1975 war Fraser Island der Grund für einen heftigen Konflikt zwischen Umweltschützern und einer Fördergesellschaft für Sand. Glücklicherweise behielten in diesem Fall die Umweltaktivisten die Oberhand.

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