Great Ocean Road

Die Great Ocean Road windet sich über eine Strecke von 300 km von Torquay bis nach Warrnambool entlang der Küstenlinie von Südaustralien und zählt mit der bizarren Felsformation der Twelve Apostles zu den spektakulärsten Küstenlandschaften in Australien.

Australien Twelve Apostles, Great Ocean Road

© Tourism Australia

Twelve Apostles, Great Ocean Road

Der Bau der Great Ocean Road dauerte insgesamt 14 Jahre (von 1918 bis 1932) und wurde als Denkmal für die gefallenen australischen Soldaten im 1. Weltkrieg gebaut. Für den größten Teil des Weges schmiegt sich die Straße an die Küste. Zwischen Anglesea, Lorne und Apollo Bay bietet die Great Ocean Road einen schönen Kontrast von den Stränden auf der einen und den Wäldern und Berge der Otway Ranges auf der anderen Seite.

Folgt man der Great Ocean Road weiter in westlicher Richtung betritt man den Port Campbell Nationalpark mit seiner erstaunlichen Ansammlung an bizarren Felsformationen.

Hat man genug von der Küste im australischen Bundesstaat Victoria gesehen, kann man sich jederzeit in Richtung Inland wenden und bei einer Buschwanderung die Tierwelt, die Wasserfälle und Aussichtspunkte der Otway Ranges für sich entdecken.

Twelve Apostles im Port Campbell Nationalpark

Der Port Campbell Nationalpark verläuft durch flaches Heideland entlang des Küstenstreifens zwischen dem Moonlight Head und Peterborough. Es ist der bekannteste Abschnitt auf der Great Ocean Road und trumpft mit einer atemberaubenden Küstenlandschaft auf.

Zum Wahrzeichen des Port Campbell Nationalpark zählen zweifellos die Twelve Apostles, eine bizarren Felsformation an riesigen Steinsäulen die gigantisch aus der Brandung ragen. Der Name Twelve Apostles lässt natürlich auf insgesamt zwölf emporragende Felsen schließen, von den Aussichtspunkten kann man jedoch nur sieben betrachten.

Ganz in der Nähe befindet sich das 1869 errichtete Glenample Homestead, wo die Überlebenden des bekannten Loch Ard Schiffbruchs Zuflucht fanden. Heute kann man dort die interessante maritime Geschichte dieser Region erkunden. Die ursprünglichen Besitzer des Glenample Homestead bauten die Gibson Steps, welche die steilen Klippen hinunter zum oft trügerischen Strand bei den Twelve Apostles führen.

Loch Ard Gorge

Die Loch Ard Gorge erzählt die traurige Geschichte des Segelschiffes Loch Ard. Im Jahr 1878 trieb die Loch Ard auf die Felsen an der Küste und erlitt Schiffbruch. Von den nahezu 50 Menschen an Bord des Segelschiffes überlebten nur zwei Personen diese Katastrophe, ein junger Offiziersanwärter und eine irische Einwanderungsfrau. Die beiden 18 jährigen wurden in die enge Schlucht, welche heute den Namen Loch Ard Gorge besitzt, gespült.

Die Zeitungen zu jener Zeit versuchten eine Romanze zwischen den beiden jungen Überlebenden des Schiffsbruchs vor der südlichen Küste von Australien heraufzubeschwören. Die irische Frau, sie überlebte als einzige ihrer achtköpfigen Familie, kehrte jedoch schon bald zurück nach Irland.

Die Loch Ard war das letzte Segelschiff mit Einwanderern, welches auf seiner langen Seereise nach Australien scheiterte.

Port Campbell und die London Bridge

Ein wenig weiter entlang der Küste liegt Port Campbell, der wichtigsten Stadt in dieser Region in Victoria und wiederum an einer spektakulären Schlucht gelegen.

Port Campbell selbst ist nichts Besonderes, lediglich der Strand mit seinem ruhigen Wasser lädt zum Verweilen ein. Port Campbell bietet eine gute Auswahl an Unterkünften und zudem das Loch Ard Shipwreck Museum.

Bis 1990 war ein weiteres Wahrzeichen der Great Ocean Road die London Bridge, eine gewölbte Gesteinsverbindung von der Küste zu einem Felsenturm im offenen Meer. Diese natürliche Brücke befand sich etwas weiter in westlicher Richtung von Port Campbell und brach 1990 dramatisch zusammen. Die Gesteinsmassen stürzten dabei tosend ins Meer hinunter.

Glücklicherweise befand sich zu jener Zeit kein Mensch auf dem Übergang, die wenigen glücklichen Menschen auf dem Felsen im Meer kamen mit dem Schrecken davon und wurden letztendlich mit einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht. So brach ein einstiges Touristenhighlight der Great Ocean Road durch die unermüdlichen Wettereinflüsse der See zusammen.

Weitere bekannte Felsformationen der Great Ocean Road sind die Crown of Thorns und 8 km hinter Peterborough die bezaubernde Bay of Islands. Nach dieser Bucht verlässt die Great Ocean Road schließlich die Küste von Victoria und windet sich landeinwärts bis Warrnambool, wo sie auf den Princes Highway trifft und ihr Ende findet.

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